Camellia Sinensis - Die Teepflanze

Was haben Pfefferminztee, Kamillentee und Früchtetee gemeinsam? Richtig – es sind streng genommen gar keine Tees! Echter Tee wird nämlich aus der Teepflanze (Camellia sinensis) gewonnen, welche hauptsächlich in China und Indien angebaut wird. Die Pflanze stammt aus der Familie der Teestrauchgewächse und ist bekannt für ihre wunderschön duftenden Blüten. Da Tee in vielen teilen der Welt als das beliebteste Getränk gilt, ist die Teepflanze eine der wichtigsten Nutzpflanzen der Welt.

 

Aus der Teepflanze wird im Übrigen sowohl Grün- als auch Schwarztee gewonnen. Der Unterschied liegt also nicht etwa in der Pflanzenart, sondern in deren Verarbeitung. Für die Herstellung von grünem Tee werden die Blätter nur getrocknet, während sie für Schwarztee zerkleinert und in feuchtwarmer Luft fermentiert werden. Das ist der Oxidationsprozess, bei dem der Schwarztee seine dunkle Farbe und sein herbes Aroma annimmt.

 

In Japan ist das Tee-Trinken nicht nur Lebensmittelaufnahme – Tee wird in vielen Teilen des Landes als Zeremonie ausgeübt. Dieses Teeritual nennt sich sa und bedeutet so viel wie „Der Weg des Tees“. Sie finden in speziell für die Tee-Zeremonien eingerichteten Teehäusern statt. Beim sadō geht es nicht grundlegend um die Teeaufnahme, sondern viel mehr um Achtsamkeit und das Fokussieren von Körper und Geist. Während man sich im Teehaus befindet, darf man sich von nichts und niemandem ablenken lassen, sondern soll sich ganz auf sich und den Tee konzentrieren.

 

Während in Japan bei den Teezeremonien meist Grüntee getrunken wird, greift die Mehrheit der Deutschen (72%) bevorzugt zu schwarzem Tee. Bei uns ist für jeden etwas dabei!

  • Unser Wachmacher beinhaltet den beliebten Grüntee, welcher im Übrigen eine Reihe an Vorteilen für die Gesundheit mitbringt! Grüntee enthält Antioxidantien, welche oxidativen Stress reduzieren können. Außerdem kann er Blutdruck und Blutzuckerspiegel senken, sowie das Immunsystem stärken. Er enthält gleichzeitig aber auch einen recht hohen Koffeingehalt, wodurch er anregend und stimulierend wirkt. Ein echtes Allround-Talent also!
  • Unser Assam-Black ist, wie der Name schon sagt, das schwarze Schaf der Familie – ganz im positiven Sinne natürlich! Assam steht hierbei nicht für eine spezielle Verarbeitung, sondern für das Anbaugebiet. Dieses befindet sich im Nordosten Indiens und wurde 1823 von einem schottischen Reisenden entdeckt. Bis zu diesem Zeitpunkt nahm man nämlich an, dass Tee ausschließlich in China oder Japan wächst. Die Teepflanzen aus dieser Region werden zum größten Teil zu Schwarztee verarbeitet, da sie einen besonders kräftigen Geschmack mit einer Honignote besitzen.

 

Und auch, wenn man das beim sadō wahrscheinlich nicht so laut sagen dürfte - wir haben auch noch viele andere tolle Sorten, die auch ohne die camellia sinensis bei uns als Tee durchgehen!

Wie seht ihr das? Darf ein Früchte-Tee bei euch Tee genannt werden? Habt ihr schonmal an einem sadō teilgenommen? Schreibt eure Meinungen und Erfahrungen gerne in die Kommentare!

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